Anforderungsprofil für ein digitales Steuerungssystem    

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1. Allgemeines
2. Fahrbetrieb 
3. Fahrwegsteuerung
4. Technische Anforderungen
5. Interface und Computer

  1. Allgemeines

    1. Der Fahrbetrieb und die Steuerung müssen nicht zwingend mit dem gleichen System realisiert werden. Zwei verschiedene Systeme können unter Umständen die jeweiligen Anforderungen besser erfüllen.

    2. Wegen der hohen Kosten sollte das System etappenweise eingeführt werden können. Die Anlagenverdrahtung sollte deshalb während dem Anlagenbau entsprechend vorbereitet werden.
    3. Die digitale Steuerung sollte zukunftssicher sein. Die Normierung durch Organisationen wie NMRA, NEM, usw. lassen einen viel grösseren Markt für diese Produkte erwarten, was sich letztendlich auch auf die Preise auswirken wird.
    4. Die Übertragung des digitalen Steuersignales sollte zusätzlich über eine separate BUS-Leitung übetragen werden können, um unnötige Störungen zu vermeiden.
    5. Das System muss auch von weniger technisch versierten Mitgliedern bedient und gewartet werden können.
  2. Fahrbetrieb

    1. Auf der Anlage werden ausschliesslich digitale Loks eingesetzt.

    2. Digitale Loks müssen auch auf konventionellen Anlagen gefahren werden können.
    3. Die Loks sollten auch in Doppeltraktion mit einem Fahrregler gesteuert werden können.
    4. Fahrdienstleiterbetrieb sollte möglich sein, d.h. der Zug sollte von Fahrdienstleiter zu Fahrdienstleiter übegeben werden können. Stationäre oder auch mobile Fahrregler können eingesetzt werden.
    5. Lokführerbetrieb sollte möglich sein, d.h. der Zug wird über die ganze Fahrstrecke unter Beachtung der Signale begleitet werden können. Es müssen mobile Fahrregler eingesetzt werden können.
  3. Fahrwegsteuerung

    1. Das Schalten und Rückmelden von Weichen und Signalen und anderen Magnetartikel sollte mittels konventioneller Steuerung erfolgen. Dabei ist insbesondere auf Flexibilität und Erweiterbarkeit zu achten.

    2. Das Schalten der Weichen und Signale sollte grundsätzlich von  mehreren Gleisbildstellpulten aus erfolgen. Die Gleisbildstellpulte können flexibel gestaltet werden, sollten aber von Anfang an so aufgebaut werden, dass sie sowohl für digitale wie auch für konventionelle Steuerung geeignet sind.
    3. Der Fahrweg muss in Blockstrecken aufgeteilt werden und die nicht einsehbaren Streckenblöcke müssen automatisiert werden können um Zugskollisionen zu vermeiden.
    4. Das System sollte Rangierfahrten auf einem Gleisabschnitt zulassen, auf dem schon eine andere Lok steht..
  4. Technische Anforderungen

    1. Die Lokdekoder sollten kostengünstig zu erstehen sein (z.B. im Multipack).

    2. Der Einbau der Lokdekoder sollte in eigener Regie durch Klubmitglieder bewerkstelligt werden können.
    3. Einzelteile wie Bus-Leitungen, usw. sollten in Eigenregie hergestellt werden können. Um Kosten sparen zu können, wäre es vorteilhaft, wenn auch einige der elektronischen Bauteile wie Weichendekoder oder ähnliches durch versierte Mitglieder nachgebaut werden könnte.
  5. Interface und Computer

    1. Die Möglichkeit zum Anschluss eines Computers sollte in Betracht gezogen werden. Die Evaluation der entsprechenden Software und deren Anforderungen können zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden.

Rev 25.08.2006,  02.09.96 wt

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