Anlagenbeschreibung
Anlagenprofil
Unterbau
Fahrleitung
Fahrstromsystem
Blocksteuerung
Magnetartikelsteuerung
Triebfahrzeuge
Bauanleitungen / Dokumentationen / Tips &
Tricks
HO-Teil:
Die Anlage ist U-förmig angelegt. Die gesamte Strecke ist als Hundeknochen ausgebildet, wobei die beiden grossen Schattenbahnhöfe "Büeldorf" und "Hosangen" die Endpunkte bilden. Dazu gehört auch der Abstellbahnhof "Studerfeld". Der immer höher werdende Bedarf an Abstellgleisen zwang uns über den Schattenbahnhöfen "Hosangen" und "Studerfeld" einen weiteren, 10-gleisigen Abstellbahnhof einzurichten. Der Zugang erfolgt aus der Station "Vogtwil".Die Gleise sind einzeln abschaltbar, die Weichen werden digital geschaltet. Um es noch interessanter zu gestalten, wurde zwischen "Büehldorf" und "Flückigen" eine eingleisige Strecke eingefügt. Im angrenzenden Raum, unser ehemaliger Aufenthaltsraum, sorgt ein Rangierbahnhof, "Schnidital", für die Zusammenstellung der Güterzüge. Hier befindet sich auch eine Drehscheibe mit einem Rundlokschuppen. Im gleichen Raum ist auf halber Höhe der Verladebahnhof "Transporti di Milesi" für die im Aufbau begriffene "rollende Landstrasse" im Bau.
H0m-Teil:
Die Schmalspurlinie ist in erster Line als Kreisverkehr ausgelegt. Beginnend beim Bahnhof "Flückigen" folgt die Strecke zunächst der Normalspur bis zur Ausweichstelle "Michelegg". Anschliessend erreicht die Strecke nach einem Taleinschnitt den höchsten Bahnhof der Anlage, "Haut sur Truffes". Hier verschwindet die Bahnlinie gleich in einem Tunnel, wo sie in einer Rechtskurve unter der Alp oberhalb "Vogtwil" in einer offenen Galerie wieder auftaucht. Dieser Abschnitt wurde übrigens wie beim Vorbild nachträglich "untertags" erstellt. Nach einer weiten Kurve verschwindet die Strecke wieder in einem Tunnel und erscheint wieder in "Flückigen". Auf der Westseite von "Flückigen" steigt die Schmalspurlinie mit 11% in der Zahnstange Richtung "Schmidberg", der Schattenbahnhof, welcher sich im gleichen Raum wie der Rangierbahnhof befindet. Die Linie führt weiter wieder in den Anlagenraum zurück, wo sie dann wieder in "Haut sur Truffes" endet. Dieser Teil der H0m Strecke ist sogleich eine Kehrschleife, die für einen interessanteren Betrieb sorgt.
Rollende Landstrasse:
Schon seit einiger Zeit war vom Einsatz des Faller Car-Systems die Rede. Nur hatten wir immer etwas Zweifel ob der Zuverlässigkeit der Fahrzeugführung. Ebenso fanden wir es mühsam, bei Beendigung des Betriebes sämtliche Fahrzeuge jeweils einzusammeln um sie abschalten zu können. Nach längerem Suchen haben wir nun ein ähnliches System gefunden, das Mader Magnet-Truck System. Der Hauptunterschied liegt darin, dass in der Strasse anstelle des Führungsdrahtes ein Magnetband liegt. Dieses Magnetband schaltet ein Reedkontakt im Fahrzeug und der Motor läuft. Verliert das Fahrzeug den Kontakt zur Strasse, stellt der Motor ab, bei Faller würde er weiterlaufen bis der Saft alle ist. Die Stoppstellen bilden ein Magnetfeld sobald sie unter Spannung sind. Nimmt man die Spannung weg, stehen die Fahrzeuge still. Mit anderen Worten: wird die Anlage abgeschaltet, fahren die Fahrzeuge noch bis zur nächsten Stoppstelle und bleiben dann stehen.
Vom Bahnhof "Transporti di Milesi" führt die Strasse in den anderen Raum und taucht beim Bahnhof "Vogtwil" ans tageslicht, führt daran vorbei wiederum in ein Tunnel. Hier werden die Fahrzeuge gewendet und fahren via "Vogtwil" wieder zurück, am RoLa Bahnhof vorbei und kommen kurz über der Abstellgruppe in "Flückigen" zum Vorschein. Die Strassenfahrzeuge verschwinden wieder im Tunnel und erreichen letztlich den Bahnhof "Flückigen". Hinter "Flückigen" werden die LKWs wiederum gewendet und fahren wieder zurück. Hier gibt es auch noch eine Einbahnstrasse hinter den Gebäuden.
In "Flückigen" und "Vogtwil" gibt es noch je zwei Bus-Haltestellen.
| Spurweite: | H0 und H0m; Massstab 1:87 |
| Gleis H0: | 2-Leiter; ROCO |
| Gleis H0m: | PECO Systeme, Zahnstangengleis BEMO |
| Weichenantriebe H0: | bei unsichtbaren Streckenteilen ROCO-Magnetantriebe; bei allen anderen Stellen LEMACO Weichenmotoren |
| Weichenantriebe H0m: | LEMACO Weichenmotoren |
| Fahrstromsystem: | Digital Plus von LENZ |
| Lokdecoder: | ATL2054/64/66 von UMELEC, bei H0m auch andere Produkte |
| Blocksystem H0: | Eigenbau, ATL System |
| Blocksystem H0m: | PC Steuerung, Train Controller von Freiwald |
| Weichensteuerung H0: | konventionell, Rückmeldung über LED, teilweise digital mit Littfinsky Weichendecoder |
| Weichensteuerung H0m: | digital über Handregler oder PC Steuerung, Train Controller von Freiwald, Weichendecoder und Rückmelder von Littfinsky |
| Kupplungen H0: | ROCO-Universalkupplungen, Kadee (US-Fahrzeuge) |
| Kupplungen H0m: | BEMO-Standardkupplung, teilweise Kadee |
| Elektrik: | wurde in den Anlagennormen festgelegt |
| Car System | Mader Magnet-Truck |
| RoLa Fahrzeuge | Modifizierte Fleischmann RoLa Wagen von Mader |
| Car System Steuerung | Digital Plus von LENZ, Littfinsky Weichendecoder, Schaltdecoder und Rückmelder, PC Steuerung mit Train Controller von Freiwald |
| Weichenantriebe Car System | Conrad Weichenmotoren |
Wegen der schnellen und stabilen Bauweise benutzten wir für den Unterbau massive Stahl-Winkelprofile. Sämtliche Trasseebretter bestehen aus Spanplattenmaterial, welche mit M8-Gewindestangen auf ihre Höhe eingestellt werden können. Das System hat sich schon vielfach bewährt und ist auch wegen des schnellen Aufbaus sehr beliebt. Für die Berge und Landschaft verwenden wir Hasengitter, Gipsbinden, Styropor und Innenspachtel.
Beim Rangierbahnhof, Rola-Bahnhof und H0m Schattenbahnhof wurde die Holzrahmenbauweise angewendet.
Da wir auf beiden Spuren ausschliesslich digital-gesteuert fahren, kann die Fahrleitung als reine Attrappe ausgeführt werden. Wir verwenden ausschliesslich Sommerfeldt-Material. Die H0-Masten entstehen im Eigenbau. Die Schmalspurmasten werden als Bausatz bezogen. Für den Fahrdraht verwenden wir die Standard-Fahrdrähte des Herstellers und spannen sie mit dem üblichen Spannmast ab. In den Tunnels gibt es mit Ausnahme der Gleiswendeln keine Fahrleitung. Bei der Normalspur bauen wir eine der SBB R-Fahrleitung nachempfundene Fahrleitung ein, für die Schmalspur steht das RhB System Pate.
Da unser Club noch relativ jung ist und der Bau dieser Anlage im Jahre 1995 begonnen wurde, lag es nahe, die Möglichkeiten einer digitalen Steuerung näher zu betrachten. Nach der Aufstellung eines Anforderungsprofiles begannen wir mit der Auswahl des Produktes. Nach einigen Untersuchungen und studieren von Datenblättern entschieden wir uns für das entwicklungsträchtigste System auf dem Markt: Digital Plus von LENZ. Für die Lokdecoder entschieden wir uns für die ATLplus Serie von UMELEC. Diese Decoder sind sehr klein. Sie lassen sich in fast alle Loks einbauen (auch in H0m Traktoren!). Ausserdem besitzen sie eine verblüffend einfache Möglichkeit zur automatischen Blocksteuerung. Für die Schmalspur können auch andere DCC kompatible Decoder eingesetzt werden, da wir hier nicht das gleiche Blocksystem verwenden.
Spur H0:
Die Blocksteuerungsmodule wurden von uns selbst hergestellt. Einzig die Gleisbelegtmelder wurden fertig eingekauft und auf dem Blockbaustein integriert.
Wie schon erwähnt besitzen die
ATLplus
Decoder eine verblüffend einfache Möglichkeit zur Blocksteuerung. Die
asymetrisch angeordneten Dioden in der Zuleitung zum Haltebereich bewirken eine
leichte Verschiebung der Digitalspannung, solange der Signalkontakt offen ist
(Signal auf rot). Sobald die Lok auf eine solche Strecke fährt, decodiert der
Lokdecoder diese Assymetrie und beginnt, sofern er auf Signalsteuerung
geschaltet ist, abzubremsen bis die Lok stillsteht. Eine ausführliche
Beschreibung des Systems ist im
Artikel
von UMELEC
ersichtlich.
LENZ bietet heute mit dem ABC
System eine kompatible Technik an. Allerdings mussten wir bei Tests feststellen,
dass die GOLD Decoder dem harten Grossanlagen Betrieb nicht standhalten konnten.
Die Bremswege waren fast nicht einzustellen und das automatische Halten vor den
Signalen war sehr unzuverlässig. Da muss
LENZ
noch sehr viel nachbessern.
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Wird das Signal auf Grün
gestellt, wird der Signalkontakt geschlossen, die Digitalspannung wird
wieder symmetrisch und die Lok fängt wieder an zu beschleunigen bis er die
für Signalbetrieb einprogrammierte Höchstgeschwindigkeit erreicht hat. Jeder Zug kann, falls er vor einem Rot zeigenden Signal angehalten hat, auf Fernsteuerung umgeschaltet und somit manuell aus dem Abschnitt gefahren werden. Rangierbetrieb vom Feinsten! |
Spur H0m:
In einer zweiten Phase wird die Steuerung der Schmalspur durch die Train Controller Software von Freiwald übernommen. Diese Software ist leicht mit Drag and Drop zu programmieren. Der Programmteil Fahrdienstleiter lässt automatische vorprogrammierte Fahrten zu, oder auch eine Blocksteuerung durch den Computer. Der Lokführer fährt dann seine Züge manuell, muss dann aber die Signale beachten. Eine reine manuelle Steuerung aller Züge und Weichen ist aber auch möglich.
Ausgehend von der Zentrale und den beiden Verstärkern führt ein Stromspeise-Bus via Flückigen H0m über Michelegg nach Haut Sur Truffes. Von da wird der Bus dann nach Schmidberg geführt. Der Bus beinhaltet die beiden Verstärkerspannungen, eine 15VAC Spannung für die Weichenantriebe, eine positive und eine Negative DC Spannung von 15 Volt, den LENZ RS-Bus und die LENZ Notstopleitung E.
Rollende Landstrasse:
Für das Car System wird von Anfang an die Train Controller Software von Freiwald verwendet. Mit Stoppspulen und Reedkontakten wir eine Art Blocksystem gebildet. Die Stoppspulen werden über Littfinsky Schaltdecoder angesteuert. Die Reedkontakt melden mit Littfinsky Rückmelder die Informationen über eine Fahrzeugdurchfahrt zurück. Die Strassenweichen werden mit Conrad Weichenmotoren gestellt und durch Littfinsky Weichendecoder angesteuert.
Spur H0:
Für die Steuerung der Magnetartikel haben wir uns für eine konventionelle Schaltung entschlossen. Der Abstellbahnhof Nüeschgau wurde mit Littfinsky Decoder ausgerüstet. Hier werden die Weichen mit dem Lenz Handregler digital angesteuert. Mittel bis langfristig ist vorgesehen die Steuerung ebenfalls zu digitalisieren.
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Die H0 Weichenmotore und die H0 Magnetantriebe werden mit einem Umschalter im Stellpult gesteuert. Über die Steuerleitung kommt gleichzeitig auch die Rückmeldung vom Antrieb ins Stellpult, wo dann die Lage mittels Dioden angezeigt wird. Fahrstrassenschaltungen sind keine eingebaut. |
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Die Ein- und Ausfahrsignale werden mit einem Tastendruck freigegeben. Die Signale schalten aber erst auf Freie Fahrt, wenn die zu befahrende Strecke frei ist und die entsprechenden Weichen korrekt gestellt sind. Die Signale werden mit einer Rückstelltaste zurückgesetzt. |
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Spur H0m:
Wie schon weiter oben erwähnt, werden die Weichenantriebe durch Weichendecoder angesteuert. Die Weichen können dann direkt mittels Lenz Handregler einzeln gestellt werden oder über das Stellwerkbild auf dem PC Bildschirm. Über die Software können die Weichen einzeln, automatisch durch den Fahrdienstleiter oder mittels Fahrstrassen gestellt werden.
Die Mitglieder finden die aktuellen Decoder-Adressen für H0 und
H0m auf der Mitgliederseite.Viele mag es stören, aber auf unserer Anlage dürfen neben BLS- und SBB-Zügen, deutschen Lokomotiven und französischen TGV auch amerikanische Fahrzeuge verkehren. Deswegen wurde auch das Umgrenzungsprofil dementsprechend angepasst.
Sämtliche Fahrzeuge, auch für das Car System, werden grundsätzlich von den Mitgliedern mitgebracht.
Voraussetzung ist, dass in den Loks ein ATL Decoder eingebaut ist und mindestens der letzte Wagen beleuchtet ist oder die Achsen mit Silberleitlack behandelt sind (damit die Blocksteuerung auf liegen gebliebene Wagen reagiert).Eine Ausnahme bilden die H0m Loks. Da auf der Schmalspurstrecke zur Zeit ausschliesslich auf Sicht gefahren wird, können hier auch andere DCC-kompatible Decoder eingebaut werden. Aufgrund der besonderen Qualität und der ausgezeichneten Service Leistung des Herstellers wird aber auch für H0m der Einbau des ATL Decoders vorgezogen.
Das Mitglied kauft den Decoder dem Club ab, welcher die Module in jeweils in grösseren Stückzahlen bei UMELEC besorgt. Bis heute wurden ca. 230 Loks oder Triebwagen entsprechend umgebaut. Bei einigen Loks geht der Einbau sehr einfach und schnell vonstatten, bei anderen sind grössere Umbauten wie Fräsarbeiten oder Motorwechsel nötig. Bei einigen wenigen Modellen ist es gar nicht möglich oder nicht sinnvoll, weil einige technische Voraussetzungen nicht gegeben sind.
Von jedem Modelltyp wird zum Schluss ein Datenblatt erstellt, welches den Umbaubeschrieb enthält. Das angeben von Decoderwerten macht wenig Sinn, da selbst bei gleichen Modellen unterschiedliche Werte vorkommen können. Allerdings werden spezielle notwendige Einstellung im Text erwähnt, falls notwendig.
Faller Car System Fahrzeuge können zwar verwendet werden, müssen aber vorgängig noch mit einem speziellen Reedkontakt versehen werden.
Eine Liste der Datenblätter kann im Bereich Umbauten eingesehen und als PDF File heruntergeladen werden..
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